Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies. Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

„kirche:mobil! - Begegnung von Mensch zu Mensch

Neue Angebote des kirche:mobil!´s – wer macht mit?

Im April starten wir wieder mit den Aktionen „Herzensort“ und „KulTour“, jeweils von 18-19 Uhr und in diesem Jahr auch im Köllertal

„Herzensorte“

Bei dieser Aktion kann jede Person ihren ganz persönlichen Lieblingsort vorstellen. Der „Pate“ oder die „Patin“ wählt dabei einen Ort aus, der ihm oder ihr viel bedeutet, ein Ort, der Erinnerungen weckt oder für besondere Geschichten steht. Er oder sie hat zu Beginn für etwa fünf bis zehn Minuten das Wort. Danach ist Zeit für Gespräch und Austausch bei einem Getränk und Knabbereien. Ziel ist es, neue - vielleicht überraschende Orte - kennenzulernen, an denen wir im Alltag achtlos vorüberfahren, und zwanglos über sie ins Gespräch zu kommen. Die Orte sollen im Pastoralen Raum Völklingen oder in seiner direkten Umgebung liegen. Wer uns seinen ganz besonderen Herzensort vorstellen will, kann sich melden bei Diakon Chris Storb (+49 1577 1985197) oder Gemeindereferentin Carla Martin (+49 6898 91468-04).

Für die „KulTour“-Angebote suchen wir Referierende zu Orten, die eine besondere Bedeutung für unsere Region und ihre Bevölkerung haben.

Seit nunmehr zwei Jahren fährt das „kirche:mobil!“ regelmäßig zu Wochenmärkten, Friedhöfen und anderen zentralen Plätzen, um Menschen zu begegnen, Zeit zu schenken, zuzuhören, zu beraten, zu ermutigen. Unsere Einsatzorte liegenüberwiegend im Pastoralen Raum Völklingen und seit der Flutkatastrophe des vergangenen Jahres auch im Ahrtal. Zusammen mit Haupt- und Ehrenamtlichen unserer Kooperationspartner, dem Ambulanten Hospiz St. Michael Völklingen, dem Caritasverband Saarbrücken und der Frauenkirche "Frauen(T)Raum", verteilen wir positive Impulse und kleine Geschenke entsprechend der Jahreszeit, dem Kirchenjahr oder aktueller Ereignisse. So haben wir beispielsweise 900 „Friedenslichter von Bethlehem“ verteilt, den Segen der Sternsinger oder fair gehandelte Rosen am Weltfrauentag. Aus aktuellem Anlass verschenken wir Friedenstauben und Sonnenblumensamen, da die Ukraine ein wichtiges Anbaugebiet für die Blumen ist. Vor Ostern werden wir Palmzweige anbieten.

Folgende Termine sind geplant, jeweils von 9.30-12.30 Uhr:

Wochenmarkt Völklingen:

Mittwoch: 13.04. + 27.04.22

Wochenmarkt Riegelsberg:

Mittwoch: 20.04.22

Wochenmarkt Heusweiler: Donnerstag: 14.04.22

Kardinal-Maurer-Platz Püttlingen:

Freitag: 22.04.22

Wochenmarkt Holz:

Freitag: 29.04.22

Friedhof Ludweiler Donnerstag ab 14 Uhr: 21.04.22

Friedhof Großrosseln: Donnerstag ab 14 Uhr: 14.04. + 28.04.22

Kirche auf Rädern

Projekt kirche:mobil! in Völklingen offiziell gestartet

Das kirche:mobil! bei den Menschen.

Püttlingen ­- „Wir wollen als Kirche bei den Menschen sein“, sagt Pastoralreferent Christoph Morgen. Zusammen mit Diakon Christoph Storb und Gemeindereferentin Carla Martin leitet er das Projekt „kirche:mobil!“ im Dekanat Völklingen. Am 14. Februar fiel in Püttlingen der offizielle Startschuss für das Projekt.

„Das „kirche:mobil!“ ist ein umgebauter Transporter, den man sich wie ein Bäckerauto vorstellen kann“, erklärt Pastoralreferent Morgen. „Wenn das Mobil irgendwo ankommt, kann man die Schiebetür an der Seite öffnen, eine Markise rausdrehen, Stehtische, Stühle und einen kleinen Tisch aufbauen – und schon ist Kirche vor Ort“.

Das Projekt wurde im Mai letzten Jahres als Projekt des Bistums Trier bewilligt. Die Idee dahinter ist, mit dem kirche:mobil! unterwegs zu sein und die Kirche zu den Menschen zu bringen. „Zielorte können zum Beispiel Wochenmärkte sein, Dorf- oder Feuerwehrfeste, Parkplätze vor Supermärkten, Baumärkten oder Bahnhöfen, das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Konzertveranstaltungen, Friedhofseingänge, Schulen oder Kindergärten“, erklärt Diakon Storb. „Wir wollen vor allem diejenigen Menschen erreicht, die sonst nicht den Drang haben, auf unsere Kirche zuzugehen.“ Durch das kirche:mobil! hat Kirche die Möglichkeit, anders in der Öffentlichkeit aufzutreten. „Dabei wollen wir keinesfalls missionieren im herkömmlichen Sinne, sehr wohl aber deutlich machen, dass Kirche auch ganz neue Wege gehen kann und unvoreingenommen für alle Menschen da sein will.“

 

 

200 Tage im Jahr unterwegs

Im Jahr soll das Mobil an etwa 200 Tagen durch das Dekanat Völklingen fahren. „Wir haben in der Probephase letztes Jahr die Erfahrung gemacht, dass die Leute sich sehr darüber freuen, wenn wir kommen“, sagt Carla Martin. „Gerade von älteren Menschen ist die Reaktion häufig: ‚Ihr habt uns nicht vergessen!‘“ Das Projekt ist ein Paradebeispiel für eine diakonische Kirche, wie sie auch in der Synode des Bistums Trier beschlossen wurde, also eine Kirche, die hinaus zu den Menschen geht. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir uns als Kirche nicht zurückziehen“, so Pastoralreferent Morgen.

Unterstützt werden die Hauptamtlichen von zahlreichen Ehrenamtlichen sowie Kooperationspartnern. Gisela Rink, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung e.V.: „Gerade im ländlichen Bereich verlieren die Dörfer zunehmend ihre Mitte. Geschäfte schließen, Vereine überaltern oder sterben aus und auch die Kirche und der sonntägliche Gottesdienst verlieren zunehmend an Bedeutung. Das kirche:mobil! könnte dazu beitragen, der Kirche und der Caritas vor Ort ein neues Gesicht zu geben.“ Vier Stunden pro Woche will der Caritasverband das kirche:mobil! auch personell unterstützen. Neben der Caritas haben unter anderen das Ambulante Hospiz St.Michael Völklingen, die Katholische Erwachsenenbildung und die Katholischen Öffentlichen Büchereien Ludweiler und Heusweiler eine Kooperation mit dem kirche:mobil! zugesagt. 

Finanziell gefördert wird das Projekt unter anderem von der Bischof-Stein-Stiftung. Zur offiziellen Vorstellung des kirche:mobil! in Püttlingen überreichten Vertreter der Stiftung den Verantwortlichen des Projekts einen Scheck über 30.000 Euro.